Englisches Theater

Bilder im Netz und Schnecken im Schuh

Bilder im Netz und Schnecken im Schuh

Am 23. Und 24. Oktober war es wieder soweit: das White Horse Theatre gastierte erneut in der Realschule Obergünzburg und führte zwei englischsprachige Stücke auf: in der 5., 6. und 7. Jahrgangsstufe spielte das vierköpfige Ensemble The Slug in the Shoe, eine lustige Komödie über zwei alleinerziehende Eltern und deren Kinder und in der 8., 9. und 10. Jahrgangsstufe zeigten die Schauspieler Move to Junk, ein modernes Stück über Cybermobbing.

The Slug in the Shoe, das Stück für die jüngeren Schüler, handelt von Luke und Megan, zwei Nachbarskindern und deren Eltern, die jeweils alleinerziehend sind. Obwohl die Kinder in dieselbe Klasse gehen, sprechen sie nie miteinander, weil er Mädchen zickig und sie Jungs dämlich findet. Als sich aber Lukes Vater und Megans Mutter näherkommen, sind sich die beiden Teenager einig, dass sie alles unternehmen müssen, um die Beziehung ihrer Eltern im Keim zu ersticken.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlichen Spaß an den lustigen Streichen der beiden und belohnten die Schauspieler am Ende der Aufführung mit begeistertem Applaus.

Das Bühnenwerk Move to Junk beschäftigt sich mit dem aktuellen Thema Cybermobbing. Amanda hat große Schwierigkeiten sich in ihrer neuen Schule einzugewöhnen, denn sie ist anders als die anderen. Sie spielt Fußball und spricht mit einem ungewöhnlichen Akzent. Nur Stuart, der Klassensprecher, versucht immer wieder in der Klasse zu vermitteln. Das macht alles jedoch noch schwieriger, da die Freundschaft zwischen ihr und Stuart bei einer Mitschülerin Eifersucht entfacht. Schließlich setzt im Cyberspace jemand Gerüchte und später auch gefälschte Bilder über sie in die Welt. Aber wer steckt dahinter und was kann Amanda tun? Unerbittlich wird Amanda weiter in die Verzweiflung getrieben und niemand weiß, wer der Täter ist…

Im Anschluss an jede Vorführung hatten die Schüler Gelegenheit den SchauspielerInnen Fragen zu stellen. „Ich habe unheimlich viel verstanden“, war das Fazit mehrerer Schülerinnen und Schüler, die so die Gelegenheit hatten, Sprachunterricht auch einmal außerhalb des Klassenzimmers mit Muttersprachlern erleben zu dürfen.

Fr. Keil